Der türkische Außenminister Hakan Fidan setzt seine offiziellen Gespräche in der österreichischen Hauptstadt Wien fort. Im Rahmen seines Besuchs traf Fidan mit dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig zusammen.
Nach Angaben aus dem türkischen Außenministerium standen bei dem Treffen die bilateralen Beziehungen sowie die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene im Mittelpunkt. Die diplomatischen Kontakte im Zuge des Österreich-Besuchs verlaufen weiterhin intensiv.
Am Mittwoch, dem 29. April 2026, kam Fidan zudem mit der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zusammen. Nach dem Gespräch fand eine gemeinsame Pressekonferenz statt, bei der die Beziehungen zwischen der Türkei und Österreich sowie regionale und globale Entwicklungen erörtert wurden.
Fidan erklärte dabei, dass es innerhalb der Europäischen Union derzeit keinen starken politischen Willen für den EU-Beitrittsprozess der Türkei gebe. Besonders seit der Amtszeit von Nicolas Sarkozy habe sich dieser Prozess deutlich abgeschwächt.
Auch auf regionale Entwicklungen ging Fidan ein. Er betonte, dass Spannungen im Nahen Osten nicht nur die Region, sondern auch Europa betreffen und Risiken wie Instabilität und irreguläre Migration erhöhen könnten. Zudem hob er die Bedeutung der Entwicklungen in der Straße von Hormus für Energie- und Handelssicherheit hervor.
Außenministerin Meinl-Reisinger bezeichnete die Türkei als „unverzichtbaren Partner“ für Europa. Sie unterstrich die Bedeutung einer Vertiefung der bilateralen Beziehungen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Sicherheit. Die strategische Lage der Türkei spiele dabei eine zentrale Rolle.
In Bezug auf Migration verwies Meinl-Reisinger darauf, dass die Türkei seit Jahren Millionen von Geflüchteten aufnimmt. Eine fortgesetzte Zusammenarbeit mit der Europäischen Union sei daher von großer Bedeutung. Zudem würdigte sie die Rolle der Türkei als Vermittler in internationalen Krisen und deren Beitrag zu Stabilität und Frieden.
