Bulgarische und rumänische Grenzpolizisten haben bei einer gemeinsamen Kontrolle am Grenzübergang Vidin–Calafat 14 illegale Migranten entdeckt, die sich in einem mit Mineralwasser beladenen Sattelzug versteckt hatten.
Der aus der Türkei kommende Lkw war am 9. Juni auf dem Weg nach Rumänien und wurde im Rahmen einer Risikoanalyse einer gründlichen Kontrolle unterzogen. Laut Frachtpapieren transportierte das Fahrzeug Mineralwasser. Bei der Überprüfung schlug ein Gasanalysegerät aufgrund erhöhter Kohlendioxidwerte an, woraufhin die Beamten den Auflieger genauer untersuchten.
Dabei wurden 14 Migranten entdeckt. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um 13 irakische und einen iranischen Staatsbürger. Alle waren männlich und befanden sich in einem guten Gesundheitszustand.
Der Fahrer des Sattelzugs, ein 45-jähriger türkischer Staatsbürger, legte bei der Kontrolle zunächst einen gefälschten bulgarischen Ausweis vor. Später wurde bei ihm auch sein echter türkischer Ausweis gefunden. Ermittlungen ergaben zudem, dass der Fahrer bereits im Jahr 2024 wegen Menschenschmuggels aufgefallen war und derzeit mit einem Einreiseverbot für die Europäische Union belegt ist.
Die Migranten waren nach Angaben der Behörden bereits zuvor an anderen bulgarischen Grenzübergängen aufgegriffen worden und befinden sich in Verfahren zur Beantragung internationalen Schutzes. Gegen den Fahrer sowie die Migranten wurden rechtliche Schritte eingeleitet.
Die Behörden weisen darauf hin, dass der Migrationsdruck auf der Route Vidin–Calafat weiterhin hoch ist. Nach Angaben der bulgarischen Grenzpolizei konnten dort bisher 3.670 Versuche illegaler Grenzübertritte verhindert werden.
Bulgarische und rumänische Behörden betonten die Bedeutung gemeinsamer Grenzkontrollen im Kampf gegen organisierte Schleusernetzwerke und kündigten an, ihre Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.
