Die Regierung von Viktor Orbán hat eine Regelung mit „geschützten Preisen“ eingeführt, um den Anstieg der Kraftstoffkosten zu begrenzen.
Nach aktuellen Marktpreisen liegt der Benzinpreis bei 679 Forint pro Liter und damit 84 Forint über dem festgelegten Preis. Diesel kostet derzeit 750 Forint pro Liter und liegt somit 135 Forint darüber.
Im Rahmen der neuen Regelung wurde ein Höchstpreis festgelegt: Benzin darf maximal 595 Forint pro Liter kosten, Diesel höchstens 615 Forint. Tankstellen dürfen diese Preisgrenzen nicht überschreiten.
Der Ministerpräsident erklärte, dass die Maßnahme darauf abzielt, Bürger, Landwirte und Unternehmen vor steigenden Energiekosten zu schützen.
Zur Stabilisierung der Preise werden staatliche Reserven freigegeben. Die Regelung gilt ausschließlich für Fahrzeuge mit ungarischem Kennzeichen und ungarischer Zulassung. Sie ist seit dem 9. März um Mitternacht in Kraft.
Zu den Hauptgründen für den Preisanstieg zählen die gestiegenen Ölpreise infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, der Anstieg des Brent petrol-Preises auf rund 120 US-Dollar pro Barrel, die Abschwächung des Forint gegenüber dem US-Dollar sowie Unterbrechungen der Lieferungen über die Druzhba petrol boru hattı.
Ergebnis: Durch die Einführung der geschützten Preise ist Kraftstoff in Ungarn deutlich günstiger als zu aktuellen Marktbedingungen.
