In Wien sind die Kraftstoffpreise am Montag erneut deutlich gestiegen. Punkt 12.00 Uhr wurden die Preise an vielen Tankstellen erhöht. Während die Preise stiegen, blieben zahlreiche Tankstellen auffällig leer.
Eine Beobachtung der Zeitung „Heute“ zeigte, dass drei von vier untersuchten Tankstellen kurz vor Mittag kaum besucht waren. Als möglicher Grund gilt, dass viele Autofahrer die angekündigten Preiserhöhungen vermeiden wollten.
In Österreich dürfen Tankstellen ihre Preise jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag um 12.00 Uhr anheben. Die aktuellen Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit den steigenden Ölpreisen infolge geopolitischer Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. Der durchschnittliche Dieselpreis liegt inzwischen landesweit über 2 Euro pro Liter. Noch im Februar lagen die Preise bei etwa 1,50 Euro.
Mit Stand vom 23. März 2026 gelten in Wien folgende Richtpreise: Diesel 2,26 Euro pro Liter, Benzin 1,90 Euro, Ultimate Diesel 2,52 Euro und Ultimate Benzin 2,18 Euro.
Besonders deutlich wurde der Preissprung am Montagmittag im Wiener Bezirk Meidling. Dort stieg der Dieselpreis innerhalb weniger Sekunden von 2,129 Euro auf 2,259 Euro pro Liter. Das entspricht einem Anstieg von 13 Cent. Für eine Tankfüllung von 60 Litern bedeutet dies Mehrkosten von rund 7,80 Euro. Autofahrer, die genau zu diesem Zeitpunkt tankten, mussten den höheren Preis unmittelbar bezahlen.
Auffällig war zudem, dass selbst an normalerweise stark frequentierten Tankstellen deutlich weniger Betrieb herrschte. Laut Aussagen von Mitarbeitern bleibt die Nachfrage jedoch insgesamt stabil, und es wird weiterhin ähnlich viel getankt wie zuvor.
Experten führen die Entwicklung vor allem auf den starken Anstieg der Rohölpreise zurück. Der Preis für Brent-Öl liegt derzeit rund 50 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Der Energieexperte Johannes Benigni erklärte im ORF-Radio, dass bei einer weiteren Eskalation der Lage sogar Preise von bis zu 3 Euro pro Liter möglich seien.
Die Situation auf dem Energiemarkt bleibt damit angespannt, und weitere Preisschwankungen sind in den kommenden Wochen nicht ausgeschlossen.
