Die kroatische Regierung hat angesichts steigender Ölpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten eine zweiwöchige Preisobergrenze für Kraftstoffe eingeführt.
Nach offiziellen Angaben tritt die neue Regelung am Dienstag in Kraft. Demnach steigt der Benzinpreis um 0,04 Euro auf 1,50 Euro pro Liter, während der Dieselpreis um 0,07 Euro auf 1,55 Euro pro Liter erhöht wird. Die festgelegten Höchstpreise gelten bis zum 23. März.
Ministerpräsident Andrej Plenkovic erklärte, dass die Priorität der Regierung darin liege, die Energieversorgung zu sichern und die Preise für Bürger sowie Unternehmen bezahlbar zu halten.
Die Maßnahme wurde vor dem Hintergrund steigender globaler Ölpreise und wachsender Spannungen im Nahen Osten getroffen. Insbesondere mögliche Störungen im Persischen Golf, durch den etwa 20 Prozent des weltweiten Öltransports verlaufen, könnten die Preise weiter in die Höhe treiben.
Kroatien kämpft seit Jahren mit hoher Inflation. Nach dem Höhepunkt während der Energiekrise im Jahr 2022 blieb die Teuerung auf einem hohen Niveau. Daher hat die Regierung wiederholt Preisdeckel und steuerliche Maßnahmen eingeführt, um die Lebenshaltungskosten zu senken. Die Kraftstoffpreise waren zuvor rund drei Jahre lang reguliert worden, bevor die Maßnahmen im Juli 2025 vorübergehend aufgehoben wurden.
