Die ungarische Regierung hat angesichts steigender Kraftstoffpreise eine „geschützte Preisregelung“ eingeführt. Ministerpräsident Viktor Orbán kündigte am 9. März an, dass für Benzin und Diesel Preisobergrenzen gelten werden.
Nach aktuellen Marktdaten liegt der Benzinpreis bei 670 Forint pro Liter und damit 75 Forint über dem festgelegten Höchstpreis. Der Dieselpreis beträgt 729 Forint und liegt somit 114 Forint über der Obergrenze.
Der neuen Regelung zufolge darf Benzin an Tankstellen maximal 595 Forint pro Liter kosten, während der Dieselpreis auf höchstens 615 Forint pro Liter begrenzt wird.
Ministerpräsident Orbán erklärte, dass diese Maßnahme darauf abzielt, die ungarische Bevölkerung, Landwirte und Unternehmen vor steigenden Kraftstoffkosten zu schützen. Zur Stabilisierung der Preise sollen auch staatliche Reserven eingesetzt werden.
Zudem wurde bekannt gegeben, dass die Preisdeckelung ausschließlich für Fahrzeuge mit ungarischem Kennzeichen und ungarischer Zulassung gilt. Die Regelung trat am 9. März um Mitternacht in Kraft.
Als Hauptgründe für die Maßnahme gelten die steigenden globalen Ölpreise infolge der Entwicklungen im Nahen Osten. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl erreichte bis zu 120 US-Dollar, während der ungarische Forint gegenüber dem US-Dollar an Wert verlor. Auch die Unterbrechung der Lieferungen über die Barátság-Pipeline trug zum Anstieg der Kraftstoffpreise bei.
