Die Wiener Linien wollen in ihren öffentlichen Verkehrsmitteln künftig stärker auf Ordnung und gegenseitige Rücksichtnahme achten. Mit einer neuen Informationskampagne, die im März startet, sollen Fahrgäste verstärkt auf bestehende Verhaltensregeln aufmerksam gemacht werden.
Im Fokus stehen vor allem Lärmbelästigungen wie lautes Telefonieren oder das Abspielen von Musik und Videos ohne Kopfhörer. Ziel der Maßnahme ist es, die Fahrt für alle Passagiere angenehmer zu gestalten.
Mehr Kontrollen durch Sicherheitspersonal
Das Sicherheitspersonal der Wiener Linien wird vermehrt in Fahrzeugen und Stationen präsent sein. Bei Verstößen gegen die Hausordnung können Geldstrafen verhängt werden. Die mögliche Strafzahlung beträgt 50 Euro.
Grundlage dafür ist die geltende Beförderungsordnung. Darin ist festgehalten, dass jedes Verhalten untersagt ist, das andere Fahrgäste nachhaltig stört oder den ordnungsgemäßen Betrieb beeinträchtigt.
Weitere Verbote in den Öffis
Neben Lärmbelästigung gelten in den Wiener Öffis auch weitere Regeln. Untersagt sind unter anderem:
- Handlungen, die den Betriebsablauf behindern
- Rauchen
- Alkoholkonsum
- Gefährdung anderer Fahrgäste
- Essen in der U-Bahn
- Nutzung von Fahrrädern, Skateboards oder Scootern in Fahrzeugen
- Mitnahme von Hunden ohne Leine und Maulkorb
- Betteln oder Verkauf von Waren
- Verschmutzung von Fahrzeugen und Anlagen
- Tragen von Waffen
Sollten durch ein Fehlverhalten Schäden entstehen, können zusätzlich zu einer Geldstrafe auch die tatsächlichen Reparaturkosten in Rechnung gestellt werden.
Mit der Kampagne möchten die Wiener Linien nach eigenen Angaben das Bewusstsein für respektvolles Verhalten im öffentlichen Raum stärken.
