{"id":29229,"date":"2026-02-28T11:49:38","date_gmt":"2026-02-28T11:49:38","guid":{"rendered":"https:\/\/zeitblick.at\/?p=29229"},"modified":"2026-02-28T11:51:44","modified_gmt":"2026-02-28T11:51:44","slug":"steuerausgleich-ab-1-maerz-2026-mit-richtiger-antragstellung-sind-rueckzahlungen-von-ueber-1-000-euro-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zeitblick.at\/index.php\/2026\/02\/28\/steuerausgleich-ab-1-maerz-2026-mit-richtiger-antragstellung-sind-rueckzahlungen-von-ueber-1-000-euro-moeglich\/","title":{"rendered":"Steuerausgleich ab 1. M\u00e4rz 2026: Mit richtiger Antragstellung sind R\u00fcckzahlungen von \u00fcber 1.000 Euro m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"\n<p>In \u00d6sterreich startet am 1. M\u00e4rz die Arbeitnehmerveranlagung f\u00fcr das Steuerjahr 2025. F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte und Familien kann sich der sogenannte Steuerausgleich heuer besonders auszahlen. Durch angepasste Absetzbetr\u00e4ge, erh\u00f6hte Boni und neue Regelungen im Bereich Telearbeit sind deutlich h\u00f6here R\u00fcckzahlungen m\u00f6glich als in den vergangenen Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Steuerexperten liegt die durchschnittliche R\u00fcckerstattung bei aktiver Antragstellung bei \u00fcber 1.000 Euro pro Person.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Antragstellung ab M\u00e4rz m\u00f6glich<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Steuerausgleich kann ab 1. M\u00e4rz \u00fcber FinanzOnline oder mittels Formular L1 beim zust\u00e4ndigen Finanzamt eingereicht werden. Zu diesem Zeitpunkt liegen dem Finanzamt in der Regel bereits die Jahreslohnzettel der Arbeitgeber sowie gemeldete Kirchenbeitr\u00e4ge und Spenden vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz automatischer Daten\u00fcbermittlung m\u00fcssen zahlreiche Beg\u00fcnstigungen aktiv beantragt werden. Wer darauf verzichtet, verschenkt unter Umst\u00e4nden mehrere hundert Euro.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aktive Einreichung bringt deutlich mehr<\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend bei einer automatischen Arbeitnehmerveranlagung im Schnitt rund 400 Euro r\u00fcckerstattet werden, liegt die durchschnittliche Auszahlung bei selbst eingereichten Antr\u00e4gen bei mehr als 1.000 Euro. Steuerberater empfehlen daher ausdr\u00fccklich eine eigenst\u00e4ndige \u00dcberpr\u00fcfung und Einreichung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Familien profitieren besonders<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein zentraler Bestandteil bleibt der Familienbonus Plus.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>F\u00fcr Kinder unter 18 Jahren sind bis zu 2.000 Euro pro Jahr und Kind m\u00f6glich.<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr vollj\u00e4hrige Kinder betr\u00e4gt der Bonus bis zu 700 Euro j\u00e4hrlich.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Familien mit mindestens drei Kindern den Mehrkindzuschlag von 24,40 Euro pro Kind beantragen \u2013 vorausgesetzt, es besteht Anspruch auf Familienbeihilfe und die Einkommensgrenzen werden eingehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag wurde erh\u00f6ht. F\u00fcr ein Kind betr\u00e4gt dieser mindestens 612 Euro, bei mehreren Kindern steigt der Betrag entsprechend.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Negativsteuer bringt hohe R\u00fcckzahlungen f\u00fcr Geringverdiener<\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders stark profitieren Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen. Die sogenannte Negativsteuer wurde deutlich angehoben.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ohne Pendlerpauschale sind R\u00fcckerstattungen von bis zu 1.277 Euro m\u00f6glich.<\/li>\n\n\n\n<li>Mit Pendlerpauschale sogar bis zu 1.398 Euro.<\/li>\n\n\n\n<li>Pensionisten k\u00f6nnen mit bis zu rund 710 Euro rechnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dabei handelt es sich im Kern um eine R\u00fcckzahlung von Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen, wenn nur wenig oder keine Lohnsteuer angefallen ist.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Regeln f\u00fcr Homeoffice und Telearbeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit 2025 wurde das klassische Homeoffice-Modell auf ortsunabh\u00e4ngige Telearbeit ausgeweitet. Steuerlich beg\u00fcnstigt wird nun auch Arbeit au\u00dferhalb der eigenen Wohnung, etwa in Co-Working-Spaces.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitgeberzusch\u00fcsse bleiben weiterhin steuerfrei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>maximal 3 Euro pro Tag<\/li>\n\n\n\n<li>h\u00f6chstens 100 Tage<\/li>\n\n\n\n<li>insgesamt bis zu 300 Euro pro Jahr<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Liegt die t\u00e4gliche Zahlung unter 3 Euro, wird die Differenz automatisch als Werbungskosten ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ergonomische Arbeitsmittel k\u00f6nnen ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung sind mindestens 26 Telearbeitstage im Jahr. Bis zu 300 Euro pro Jahr sind absetzbar.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fristen beachten<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer bis zum 30. Juni keinen Antrag stellt und ausschlie\u00dflich lohnsteuerpflichtige Eink\u00fcnfte erzielt hat, wird automatisch veranlagt. Zwei Jahre nach Ablauf eines Steuerjahres erfolgt eine automatische R\u00fcckerstattung zu viel einbehaltener Lohnsteuer.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine freiwillige Arbeitnehmerveranlagung kann innerhalb von f\u00fcnf Jahren nachgereicht werden. Das ist besonders sinnvoll bei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>zeitweiser Arbeitslosigkeit<\/li>\n\n\n\n<li>Fortbildungs- oder Umschulungskosten<\/li>\n\n\n\n<li>au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen<\/li>\n\n\n\n<li>Krankheitskosten<\/li>\n\n\n\n<li>Spenden oder Sonderausgaben<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wann ist eine Veranlagung verpflichtend?<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Pflichtveranlagung besteht unter anderem dann, wenn:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>das Jahreseinkommen 2025 mehr als 14.517 Euro betr\u00e4gt und zus\u00e4tzliche Eink\u00fcnfte \u00fcber 730 Euro erzielt wurden,<\/li>\n\n\n\n<li>mehrere lohnsteuerpflichtige Eink\u00fcnfte gleichzeitig bezogen wurden,<\/li>\n\n\n\n<li>steuerfreie Mitarbeiterpr\u00e4mien bestimmte Grenzwerte \u00fcberschreiten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Mit den aktuellen Anpassungen bietet der Steuerausgleich 2025 f\u00fcr viele Arbeitnehmer und Familien sp\u00fcrbare finanzielle Vorteile. Experten raten dazu, alle m\u00f6glichen Absetzbetr\u00e4ge sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen und die Veranlagung aktiv einzureichen, um keine Anspr\u00fcche zu verschenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In \u00d6sterreich startet am 1. M\u00e4rz die Arbeitnehmerveranlagung f\u00fcr das Steuerjahr 2025. F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte und Familien kann sich der sogenannte Steuerausgleich heuer besonders auszahlen. Durch angepasste Absetzbetr\u00e4ge, erh\u00f6hte Boni und neue Regelungen im Bereich Telearbeit sind deutlich h\u00f6here R\u00fcckzahlungen m\u00f6glich als in den vergangenen Jahren. 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