{"id":28733,"date":"2026-02-10T14:11:44","date_gmt":"2026-02-10T14:11:44","guid":{"rendered":"https:\/\/zeitblick.at\/?p=28733"},"modified":"2026-02-10T14:12:02","modified_gmt":"2026-02-10T14:12:02","slug":"innsbruck-lebenslange-haft-nach-tod-eines-dreijaehrigen-kindes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zeitblick.at\/index.php\/2026\/02\/10\/innsbruck-lebenslange-haft-nach-tod-eines-dreijaehrigen-kindes\/","title":{"rendered":"Innsbruck: Lebenslange Haft nach Tod eines dreij\u00e4hrigen Kindes"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Am Landesgericht Innsbruck ist ein aufsehenerregender Prozess um den Tod eines dreij\u00e4hrigen Kindes mit einem Urteil zu Ende gegangen. Die Eltern des Buben wurden wegen Mordes, Qu\u00e4lens und Freiheitsentziehung jeweils zu <strong>lebenslanger Haft<\/strong> verurteilt. Zus\u00e4tzlich ordnete das Gericht bei der Mutter eine <strong>Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum<\/strong> an.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Feststellungen des Gerichts wurde das Kind \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg schwer misshandelt und vernachl\u00e4ssigt. Die Misshandlungen f\u00fchrten schlie\u00dflich zum Tod des Buben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass beide Angeklagten sich der Tragweite ihres Handelns bewusst waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Staatsanwaltschaft sprach im Verfahren von gezielter Gewalt und einer fortgesetzten Qual des Kindes. Das Leid des Buben sei \u00fcber Monate hinweg ignoriert worden, obwohl beide Elternteile die M\u00f6glichkeit gehabt h\u00e4tten einzugreifen. Das Gericht folgte dieser Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterschiedliche Beurteilung der Eltern<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Eine gerichtlich bestellte Sachverst\u00e4ndige erl\u00e4uterte, warum trotz gleicher Schuld unterschiedliche Ma\u00dfnahmen verh\u00e4ngt wurden. W\u00e4hrend bei beiden Elternteilen volle Schuldf\u00e4higkeit festgestellt wurde, ergab das psychiatrische Gutachten bei der Mutter eine schwere und anhaltende psychische St\u00f6rung. Von ihr gehe auch k\u00fcnftig eine Gefahr aus, weshalb eine zus\u00e4tzliche Unterbringung angeordnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Vater sah die Gutachterin hingegen keine vergleichbare Gef\u00e4hrdung f\u00fcr die Zukunft. Er habe zwar aktiv an den Taten mitgewirkt, jedoch keine eigenst\u00e4ndige ideologische oder psychische Dynamik entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einstimmige Entscheidung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die acht Geschworenen kamen in allen entscheidenden Punkten <strong>einstimmig<\/strong> zu einem Schuldspruch. Das Urteil ist <strong>noch nicht rechtskr\u00e4ftig<\/strong>. Der Vater wird seine Strafe im regul\u00e4ren Strafvollzug verb\u00fc\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Landesgericht Innsbruck ist ein aufsehenerregender Prozess um den Tod eines dreij\u00e4hrigen Kindes mit einem Urteil zu Ende gegangen. Die Eltern des Buben wurden wegen Mordes, Qu\u00e4lens und Freiheitsentziehung jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt. Zus\u00e4tzlich ordnete das Gericht bei der Mutter eine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum an. 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