Die aktuelle Verkehrssicherheitsbilanz des österreichischen Innenministeriums zeigt: Alkohol und Drogen bleiben ein zentrales Risiko im Straßenverkehr. Im Jahr 2025 wurden landesweit 28.428 Anzeigen wegen Lenkens unter Alkoholeinfluss erstattet. Zusätzlich wurden 8.555 Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt.
Über 1,8 Millionen Alkoholkontrollen
Die Organe der Bundespolizei führten im Jahr 2025 insgesamt 1.868.304 Alkoholkontrollen durch. Im Vergleich zu 2024 (1.876.191 Kontrollen) entspricht das einem leichten Rückgang von 0,4 Prozent.
Eine mögliche Alkoholisierung wurde mittels Alkomattests, Alkovortests sowie – in Verdachtsfällen – durch ärztliche Untersuchungen festgestellt. Auch bei den Anzeigen wegen Alkohol am Steuer ist im Jahresvergleich ein leichter Rückgang zu verzeichnen: 2024 waren es 28.867 Anzeigen, 2025 wurden 28.428 Fälle registriert.
Anstieg bei Drogenlenkern
Anders stellt sich die Entwicklung bei Drogen im Straßenverkehr dar. Die Zahl der Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss stieg von 8.227 Fällen im Jahr 2024 auf 8.555 im Jahr 2025. Das entspricht einer Zunahme von rund vier Prozent.
Nach Angaben des Innenministeriums ist dieser Anstieg unter anderem auf verstärkte Ausbildungsmaßnahmen innerhalb der Polizei zurückzuführen. Speziell geschulte Beamtinnen und Beamte sowie der verstärkte Einsatz von Amtsärztinnen und Amtsärzten bei Schwerpunktkontrollen tragen zur verbesserten Erkennung von Drogenlenkern bei.
Innenminister Gerhard Karner betonte in einer Stellungnahme:
„Durch Drogen oder Alkohol beeinträchtigte Lenkerinnen und Lenker müssen konsequent aus dem Verkehr gezogen werden. Die intensive Ausbildung von Spezialistinnen und Spezialisten leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Österreich.“
Bundesländer im Vergleich
Alkohol am Steuer
Die meisten Anzeigen wegen Alkohol am Steuer wurden in Oberösterreich (4.887) registriert. Es folgen Niederösterreich (4.789) und die Steiermark (4.572).
Im Mittelfeld liegen Tirol (3.562), Kärnten (3.368), Wien (3.138) und Salzburg (2.050). Die niedrigsten Zahlen verzeichneten Vorarlberg (1.134) und das Burgenland (928).
Fahren unter Drogeneinfluss
Bei Drogenlenkern führt Wien (2.341 Anzeigen) die Statistik an. Dahinter folgen Oberösterreich (1.582) und Niederösterreich (1.510). Tirol (1.108), Steiermark (519), Kärnten (481) und Vorarlberg (479) liegen im Mittelfeld. Salzburg meldete 335 Anzeigen, das Burgenland 200 Fälle.
Fokus auf Prävention und Kontrolle
Die Zahlen verdeutlichen, dass Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr weiterhin ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellen. Das Innenministerium kündigte an, sowohl Präventionsmaßnahmen als auch Schwerpunktkontrollen fortzusetzen.
Ziel bleibt es, durch konsequente Kontrollen, verbesserte Ausbildung und Aufklärung die Zahl alkohol- und drogenbedingter Verkehrsunfälle nachhaltig zu reduzieren.
Quelle: Bundesministerium für Inneres (Österreich)
