Das iranische Staatsfernsehen hat den Tod des religiösen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei offiziell bestätigt. Der Nachrichtensprecher verkündete die Meldung unter Tränen und erklärte, dass im Land eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen wurde.
In einer Mitteilung unter Berufung auf den Obersten Nationalen Sicherheitsrat wurden keine Details zu den genauen Todesumständen oder zur möglichen Nachfolge genannt. Staatliche Medien berichteten, dass bei dem Angriff neben Chamenei auch Familienangehörige ums Leben gekommen seien. Die mit den Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Fars meldete zudem weitere Todesopfer aus dem engeren Umfeld.
In offiziellen Stellungnahmen hieß es, Chameneis „Märtyrertod“ werde als Wendepunkt im Kampf gegen äußere Feinde betrachtet. Die Iranischen Revolutionsgarden kündigten eine „entschlossene Reaktion“ gegen israelische Ziele sowie gegen US-Einrichtungen in der Region an.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, Chamenei sei bei gemeinsamen Angriffen der USA und Israels getötet worden.
Weitere hochrangige Vertreter unter den Todesopfern
In einer Aktualisierung vom 1. März (05:06 Uhr) bestätigten iranische Stellen auch den Tod des Kommandeurs der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur. Laut der offiziellen Justizplattform Misan Online kamen Pakpur sowie der Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, bei Luftangriffen auf Teheran ums Leben.
Das Staatsfernsehen nannte keine konkreten Details zu den Umständen der Angriffe auf Chameneis Residenz. Gleichzeitig erklärten die Revolutionsgarden, es würden „umfassende militärische Maßnahmen“ vorbereitet. Neben der 40-tägigen Staatstrauer wurden sieben offizielle Feiertage angekündigt.
Berichten zufolge kam es in der Nacht zu weiteren gegenseitigen Angriffen. Aus iranischen Quellen hieß es, Raketen seien in Richtung Israel abgefeuert worden.
Trump bestätigt Tod – Unklare Signale aus Teheran
US-Präsident Donald Trump bestätigte den Tod Chameneis in einem Beitrag auf der Plattform Truth Social. Er bezeichnete das Ereignis als „bedeutenden Wendepunkt“ und erklärte, dies könne eine neue Phase für das iranische Volk einleiten.
Kurz nach den internationalen Bestätigungen erschien auf dem offiziellen X-Account Chameneis ein symbolträchtiger Beitrag. Das veröffentlichte Bild zeigte eine verhüllte Figur mit erhobenem Schwert sowie religiöse Bezüge. Die Bedeutung des Beitrags blieb zunächst unklar und wurde unterschiedlich interpretiert.
Regionale und internationale Reaktionen
Nach Angaben iranischer Behörden kamen bei den Angriffen mehr als 200 Menschen ums Leben, rund 750 weitere wurden verletzt. Eine unabhängige Bestätigung dieser Zahlen liegt bislang nicht vor. Die Angriffe sollen sich über zahlreiche Provinzen des Landes erstreckt haben.
Die iranische Führung rief die Bevölkerung in Teheran dazu auf, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. In der Region wurden erhöhte Sicherheitsmaßnahmen gemeldet. Internationale Beobachter warnen vor einer weiteren Eskalation.
Russland übte scharfe Kritik an den Angriffen und sprach von einer gefährlichen Zuspitzung der Lage. Auch mehrere europäische Staaten appellierten an alle Seiten, Zurückhaltung zu zeigen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.
Militärische Lage spitzt sich zu
Bereits im Vorfeld hatte sich die militärische Präsenz in der Region deutlich verstärkt. Die USA verlegten zusätzliche Marineeinheiten ins östliche Mittelmeer. Beobachter bewerten die Entwicklung als eine der größten militärischen Spannungen im Nahen Osten seit Jahren.
Ob und in welchem Umfang weitere militärische Schritte folgen, bleibt derzeit offen. Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit.
