Autofahrer in Österreich müssen sich ab dem 1. Januar 2026 auf höhere Kosten einstellen. Wie die ASFINAG mitteilte, werden die streckenabhängigen Sondermauttarife für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen angepasst. Die Erhöhung erfolgt auf Basis des harmonisierten Verbraucherpreisindex und ist somit inflationsbedingt.
Besonders betroffen sind Pendler, Vielfahrer und Reisende, die Österreich regelmäßig als Transitland nutzen.
Mehrfahrtenkarten werden angepasst
Ab Jänner 2026 gelten folgende neue Preise für Mehrfahrtenkarten:
- A 9 Pyhrn Autobahn: 80 Euro (bisher 77,50 Euro)
- A 10 Tauern Autobahn: 90 Euro (bisher 87 Euro)
- A 13 Brenner Autobahn: 75 Euro (bisher 72 Euro)
- S 16 Arlberg Schnellstraße: 78 Euro (bisher 75 Euro)
Die Anpassung entspricht je nach Strecke einer Erhöhung von rund drei bis vier Prozent.
Auch Einzelfahrten werden teurer
Neben den Mehrfahrtenkarten steigen auch die Gebühren für einzelne Sondermautstrecken:
- A 9 Gleinalm: 12,00 Euro (bisher 11,50 Euro)
- A 9 Bosruck: 7,00 Euro (unverändert)
- A 10 Tauern/Katschberg: 15,00 Euro (bisher 14,50 Euro)
- A 13 Brenner: 12,50 Euro (bisher 12,00 Euro)
- S 16 Arlberg: 13,00 Euro (bisher 12,50 Euro)
- A 11 Karawankentunnel: 9,00 Euro (bisher 8,80 Euro)
Damit bewegen sich die Tunnelgebühren künftig – je nach Strecke – zwischen 7 und 15 Euro pro Durchfahrt.
Was bedeutet das für Pendler?
Für Autofahrer, die bestimmte Strecken regelmäßig nutzen, summieren sich die Kosten deutlich. Wer beispielsweise mehrmals im Monat den Brenner oder die Tauernstrecke befährt, muss 2026 mit spürbaren Mehrkosten rechnen. Gerade für Grenzpendler kann sich die jährliche Belastung um mehrere Dutzend Euro erhöhen.
Vignettenpreise 2026 stehen ebenfalls fest
Zusätzlich zu den Sondermautgebühren wurden auch die Vignettenpreise für Pkw angepasst:
- 1-Tages-Vignette: 9,60 Euro
- 10-Tages-Vignette: 12,80 Euro
- 2-Monats-Vignette: 32,00 Euro
- Jahresvignette: 106,80 Euro
Auch hier erfolgt die Anpassung inflationsbedingt.
Kontinuierlicher Kostenanstieg im Transitland Österreich
Österreich zählt zu den wichtigsten Transitländern Europas. Mit den neuen Tarifen setzt sich der Trend moderater, aber regelmäßiger Preissteigerungen fort. Für Reisende und Pendler bedeutet das im Jahr 2026 erneut höhere Mobilitätskosten.
