Im Jänner 2026 erstmals keine Asylanträge an der burgenländisch-ungarischen Grenze
Das österreichische Bundesministerium für Inneres hat bekannt gegeben, dass im Kampf gegen illegale Migration ein bedeutender Meilenstein erreicht wurde. Laut offiziellen Angaben wurden im Jänner 2026 an der burgenländisch-ungarischen Grenze erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen keine Asylanträge gestellt.
Diese Entwicklung gilt als großer Erfolg, insbesondere im Vergleich zu den Jahren 2022 und Anfang 2023, als diese Grenzregion stark von illegaler Migration betroffen war. Allein im Jänner 2023 wurden rund 1.900 illegal eingereiste Personen an dieser Grenze aufgegriffen.
Ursache des Anstiegs 2022–2023: Serbische Visapolitik
Nach Angaben der Behörden war einer der Hauptgründe für die stark gestiegenen Asylantragszahlen in den Jahren 2022 und 2023 die damalige Visapolitik Serbiens.
Die Vergabe von Arbeitsvisa an Staatsangehörige aus Indien, Pakistan und Tunesien führte dazu, dass viele Menschen von dort aus illegal Richtung Westeuropa weiterreisten. Zusätzlich brachten international agierende Schlepperorganisationen zahlreiche Personen illegal nach Europa.
Maßnahmen im Kampf gegen illegale Migration
Als Reaktion auf die stark gestiegenen Antragszahlen führten der damalige Bundeskanzler Karl Nehammer und Innenminister Gerhard Karner Gespräche mit den zuständigen Behörden in Serbien. In der Folge wurde die Visapolitik Serbiens geändert und Arbeitsvisa für Staatsangehörige aus Indien, Pakistan und Tunesien ausgesetzt.
Darüber hinaus gingen die österreichischen Sicherheitsbehörden im Rahmen der im Dezember 2022 gestarteten „Operation Fox“ gezielt gegen Schlepperkriminalität und illegale Migration vor.
EU-Asylpakt: Schlüssel für die Zukunft
Auch der auf EU-Ebene beschlossene neue Asyl- und Migrationspakt wird von Österreich als bedeutender Fortschritt bewertet. Ziel des Paktes ist es unter anderem:
- Asylanträge künftig außerhalb Europas prüfen zu können
- Das Geschäftsmodell von Schleppernetzwerken nachhaltig zu zerstören
- Asylanträge bereits an den Schengen-Außengrenzen – in Österreich am Flughafen Wien – rasch zu bearbeiten
- Unzulässige Anträge zügig abzuschließen und Rückführungen umgehend einzuleiten
Das Innenministerium betont, dass durch konsequente Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit die illegale Migration zunehmend gegen Null gedrängt wird und dieser Kurs weiterhin beibehalten werden soll.
