Ein wichtiger Schritt zur Entlastung des intensiven Waren- und Personenverkehrs zwischen der Türkei und Bulgarien wird eingeleitet. Die bulgarische Regierung hat den offiziellen Prozess gestartet, um einen vierten Grenzübergang zwischen beiden Ländern einzurichten.
Derzeit gibt es drei wichtige Straßen-Grenzübergänge zwischen der Türkei und Bulgarien:
Kapıkule–Kapitan Andreevo, Hamzabeyli–Lesovo und Dereköy–Malko Tarnovo. Vor allem der Übergang Kapıkule–Kapitan Andreevo gilt sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr als einer der verkehrsreichsten Landgrenzübergänge Europas.
Nach dem jüngsten Beschluss des bulgarischen Ministerrates soll nördlich des bestehenden Grenzübergangs Kapitan Andreevo–Kapıkule ein neuer Übergangspunkt errichtet werden. Der geplante Name „Kapitan Andreevo–Kapıkule Nord“ soll diesen neuen Grenzübergang kennzeichnen und die Abfertigung zwischen beiden Ländern schneller und effizienter machen.
Eine gemeinsame Kommission aus den zuständigen Behörden beider Länder wird die technischen und logistischen Details festlegen. Dazu gehören die Straßenanbindungen, die Lage der Routen, die Anzahl der Kontrollspuren, die Position der Grenz- und Kontrollanlagen, die Infrastruktur sowie die Arten von Fahrzeugen und Reisenden, die den neuen Übergang nutzen können.
Nach Angaben der Behörden wird der neue Grenzübergang vor allem den Güterverkehr deutlich entlasten und lange Warteschlangen reduzieren. Da der Übergang Kapıkule–Kapitan Andreevo als eine der wichtigsten Landverbindungen zwischen der Europäischen Union und Asien gilt, unterstreicht dieses Projekt auch seine strategische Bedeutung.
Mit der Inbetriebnahme des vierten Grenzübergangs wird erwartet, dass sich der Verkehr an der türkisch-bulgarischen Grenze besser verteilt und der regionale Handel spürbar beschleunigt wird.
